„Endlich…ja, endlich“, das waren die ersten Worte in meinem Kopf, als ich an der österreichischen Grenze ankam, nachdem ich das Meer in sieben Tagen auf einem Boot überquert hatte. Das Boot trug den Namen „Das Todesboot“. Es war 14,5 Meter lang und hatte 234 andere Flüchtlinge an Bord – ohne Wasser oder Nahrung. Ich kann mich noch genau an die erste Frage erinnern, die mir in den Sinn kam, als ich zum ersten

Mal hier ankam: Was, wenn meine Erwartungen falsch waren? Was wenn es ein Fehler war herzukommen? Nach 18 Monaten kann ich diese Fragen nun beantworten. Mein Leben hier ist besser, als ich jemals erwartet hätte. Meine Entscheidung nach Österreich zu kommen, war

eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Besonders angesichts der Tatsache, dass ich begonnen habe als Freiwilliger für die Diakonie zu arbeiten, Deutsch zu lernen und nun einen Job als Fitness-Trainer suche, kann ich sagen, dass ich mich gesegnet fühle hier sein zu dürfen.

Ich bin so glücklich darüber, dass die Österreicher mir so viel Freundlichkeit entgegen bringen und ich bin dankbar für alle Möglichkeiten, die mir die Regierung eröffnet hat, um mich weiter zu entwickeln und erfolgreich zu sein. Daher werde ich mich immer selbst daran erinnern hart zu arbeiten und ein aktives Mitglied jener Gesellschaft zu sein, die mir geholfen hat den Fluch des Krieges hinter mir zu lassen. Ich will etwas zurückgeben und mich so bei allen Mitgliedern der Gesellschaft bedanken – nicht zuletzt durch diese kurze Geschichte, die ich heute mit euch allen teile.

"Ich bin so glücklich darüber, dass die Österreicher mir so viel Freundlichkeit entgegenbringen"

Mohammed Almadanni (24) aus Syrien